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Auf diesen Webseiten finden Sie die Dokumentation eines Forschungsprojektes, das im Herbst 2011 als Teil der Dissertation von Jacob Sello durchgeführt wurde. Die Arbeit wurde im Februar 2012 an der Universität Hamburg im Fach Systematische Musikwissenschaft eingereicht und trägt den Titel Die Klanginstallation. Ein interdisziplinäres Versuchslabor zwischen Kunst, Musik und Forschung.

Abstract:
Seit rund 40 Jahren entwickelt sich im interdisziplinären Grenzbereich zwischen der Bildenden Kunst und der Musik ein neues künstlerisches Genre: die Klanginstallation. Ihre Anfänge lassen sich konzeptuell auf unterschiedliche avantgardistische Bewegungen des 20. Jahrhunderts zurückführen. Verschiedene Stationen, die radikale Veränderungen des künstlerisch / musikalischen Denkens mit sich brachten und ein neues künstlerisches Selbstverständnis beförderten, können als Eckpfeiler einer historischen Entwicklung dargestellt werden, die sich wie ein „roter Faden“ bis in die Gegenwart zieht. Entscheidend für das Aufkommen der Klangkunst ist neben der rasanten technologischen Entwicklung der vergangenen 50 Jahre vor allem der Wandel des Materialbegriffs in der Bildenden Kunst sowie in der Musik: im 20. Jahrhundert bleibt die künstlerische Arbeit mit Klängen keineswegs nur den Musikern und Komponisten vorbehalten, sondern Klang wird zum raumgestaltenden, plastisch formbaren Material der Bildenden Kunst. Ein zentraler Aspekt in der Klanginstallation besteht darin, Stimmungen zu inszenieren, die als Atmosphäre die Wahrnehmung des Raumes prägen und sich konstituierend auf die Gefühle der Rezipienten auswirken.

Neben der theoretischen Auseinandersetzung wurden im Kontext der Dissertation fünf Interviews mit Klangkünstlern geführt und qualitativ ausgewertet. Außerdem wurde eine empirische Rezeptionsstudie mit Besuchern einer Klanginstallation durchgeführt. Neben einer Zusammenfassung der Forschungsergebnisse finden Sie auf diesen Webseiten auch begleitendes Bild- und Videomaterial sowie Klangbeispiele von Installationen der im Interview befragten Klangkünstler.

Danksagung:
Mein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Albrecht Schneider als Betreuer dieser Arbeit. Außerdem danke ich den Teilnehmern der hier dokumentierten Studie sowie den im Rahmen dieser Arbeit befragten Klangkünstlern. Schließlich danke ich meiner Familie für die fortwährende Unterstützung während der Durchführung dieses Forschungsprojektes.

Jacob Sello, Seevetal 2014